Sommer 2018: Ganz Deutschland schwitzt. Auch für die Mitarbeiter in den Wetterauer Werkstätten der bhw waren die Temperaturen in den vergangenen Wochen teilweise unerträglich. Deshalb hatten sich die Betreuer spontan ein erfrischendes Betreuungskonzept ausgedacht: hitzefrei.

Mitarbeiter bleiben zu Hause

Die langanhaltenden tropischen Temperaturen können den Körper deutlich belasten. Menschen mit Behinderung haben zum Teil sehr stark damit zu kämpfen. Zum Schutz der Mitarbeiter in den Wetterauer Werkstätten musste daher ein kreatives Betreuungskonzept her: hitzefrei! Einige Gruppen der Wetterauer Werkstätten wurden zwei Wochen lang geschlossen, sodass ein Teil der Mitarbeiter nicht zur Arbeit kommen musste. Stattdessen verbrachten sie ihren Tag zusammen mit verschiedenen Gruppenleitern in der Schlossscheune, einer Wohneinrichtung der bhw in Ockstadt. Auch dort ging es heiß her: Bei Wasserschlachten und Poolpartys hatten alle viel Spaß.

Bereichsübergreifende Arbeit

Für die Mitarbeiter der Wetterauer Werkstätten war hitzefrei genau das Richtige: Statt bei 40 Grad arbeiten zu müssen, konnten sie sich in ihrem Zuhause entspannen. Da dort während der Werkstattarbeitszeiten nicht ausreichend viele Betreuer vor Ort sind, wurden sie von Gruppenleitern aus den Werkstätten begleitet. So war die Betreuung sichergestellt. Die Flexibilität und Einsatzbereitschaft der Gruppenleiter hatte aber nicht nur für die Mitarbeiter etwas Gutes: Die Gruppenleiter selbst erhielten ganz neue Einblicke. Denn einerseits erlebten sie die Mitarbeiter in ihrem Wohnumfeld. Andererseits bekamen sie Einsicht in den Arbeitsalltag in einer Wohneinrichtung und die dazugehörigen Herausforderungen. Das fördert die bereichsübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Werkstätten und den Wohneinrichtungen.