In einer gemeinsamen Abschlussfeier würdigten die Schottener Sozialen Dienste und die Behindertenhilfe Wetteraukreis (bhw) am vergangenen Freitag im Beisein von Familien und Arbeitgebern die Leistung von 18 jungen Menschen mit Unterstützungsbedarf und überreichten Abschlusszertifikate für die erfolgreiche Teilnahme am Berufsbildungsbereich.

27 Monate Berufsbildungsbereich

Christina Gallus hat den Einstieg in die Berufswelt geschafft.

„Sie haben den Weg von der Schule ins Arbeitsleben erfolgreich gemeistert“, lobte die Geschäftsführerin der bhw, Eva Reichert, die Absolventen: „Sie haben mit viel Mut und Engagement ihr erstes berufliches Ziel erreicht und allen Grund, sehr stolz zu sein.“ Die Berufsbildungsbereiche sind der Einstieg in das Berufsleben für Menschen mit Unterstützungsbedarf, deren Schulpflicht beendet ist. Insgesamt 27 Monate lang werden sie hier auf das Arbeitsleben vorbereitet. Im Berufsbildungsbereich wird jeder Teilnehmende entsprechend seiner Fertigkeiten und Kenntnisse individuell gefördert. Sie erwerben soziale und personale Kompetenzen, die sie für die Zusammenarbeit mit anderen benötigen. Sie lernen, mit unterschiedlichen Werkzeugen und Maschinen umzugehen und zu arbeiten. Und sie machen verschiedene Qualifizierungspraktika, um das Arbeitsleben kennenzulernen und sich letztlich für einen Berufsweg entscheiden zu können.

Perspektiven und Chancen

Auch Martin Eisenlohr, Stabstelle Arbeit und Bildung der Schottener Sozialen Dienste, beglückwünschte die Absolventen: „Das ist ein schöner Moment, um innezuhalten und das Erreichte zu würdigen“, sagte er. Der Landrat des Wetteraukreises, Jan Weckler, betonte die Perspektiven, die sich den Absolventen mit dem Abschluss des Berufsbildungsbereiches eröffnen. Der Wetteraukreis geht als gutes Beispiel voran und ist auch Arbeitgeber für Menschen mit Unterstützungsbedarf. „Die erste Person, die sie sehen, wenn Sie in die Kreisverwaltung kommen, ist zum Beispiel ein Absolvent des Berufsbildungsbereiches der bhw. Herr Schul begrüßt alle Besucher und weist ihnen den Weg. Und das macht er gut!“, sagte Weckler und wünschte den Absolventen alles Gute für ihren weiteren Weg. „Sie haben sich selbst bewiesen, dass Sie es können“, erklärte Stephanie Becker-Bösch, Sozialdezernentin des Wetteraukreises. Sie wünschte den Absolventen das Glück, immer ihr Ziel zu erreichen, „denn Sie können es“. Die Arbeitswelt haben die Teilnehmenden im Berufsbildungsbereich kennengelernt, viele unterschiedliche Berufsbilder ausprobiert. Für viele Absolventen steht der weitere Weg schon fest: Sie haben bereits während des Berufsbildungsbereiches Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt absolviert und können nun eine Betriebsintegrierte Beschäftigung aufnehmen in Unternehmen wie dem HIT-Markt in Büdingen, dem Edeka-Markt in Bad Nauheim oder der Firma das-altvatter in Ranstadt. Andere absolvieren innerhalb der bhw eine Teilqualifizierung zu einem Helferberuf, um die Chancen auf eine Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen. Drei Teilnehmende fühlen sich in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung am besten aufgehoben und arbeiten in den Wetterauer Werkstätten oder den Reichelsheimer Werkstätten der bhw.