Eine Gruppe von Menschen sitzt auf der Terrasse an einem Tisch und nimmt gemeinsam eine Mahlzeit ein.

Stand: 6. Juli 2020

Das Corona-Virus Covid-19 verbreitet sich immer noch. Die Bundes- und Landesregierungen beurteilen die Lage als ernst, aber stabil. Deshalb wurden die Corona-Maßnahmen gelockert.

Um die Klienten und die Angestellten zu schützen, setzt die bhw in allen Werkstätten, Tagesförderstätten, Wohneinrichtungen und in der Kita strenge Hygienemaßnahmen um. Die Schutzkonzepte sind mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. Die Maßnahmen im Einzelnen finden Sie hier:

 

Werkstätten

Bisher galt, dass Menschen mit Behinderung die Werkstätten nicht betreten durften. Jetzt ist das Betretungsverbot weitgehend aufgehoben. Alle Mitarbeiter*innen, die

  • zu Hause oder in den besonderen Wohnformen leben
  • keine Risikopatienten sind
  • keinen Kontakt zu Infizierten hatten oder selbst Symptome zeigen
  • in der Lage sind, die Hygienevorschriften einzuhalten

dürfen wieder zur Arbeit in die Werkstätten kommen. Die bhw organisiert die Rückkehr der Mitarbeiter*innen. Die Mitarbeiter*innen bzw. Eltern / Rechtsbetreuer werden von den Teilhabemanagern persönlich angerufen, um die Wiederaufnahme der Arbeit zu besprechen. Bitte warten Sie diesen Anruf ab, bevor Sie zur Arbeit zurückkehren. Die Rückkehr aller Mitarbeiter*innen muss Schritt für Schritt erfolgen, damit die Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden können.

Für die Werkstätten, den öffentlichen Nahverkehr und die Fahrdienste wurden Schutzkonzepte mit besonderen Hygienemaßnahmen erarbeitet, um die Gesundheit der Mitarbeiter*innen während der Arbeit und auf ihrem Arbeitsweg besonders zu schützen.

Fehltage

Die Mitarbeiter*innen, für die das Betretungsverbot nicht mehr gilt und die von den Teilhabemanagern der bhw angerufen werden, sind verpflichtet, wieder zur Arbeit zu erscheinen. Der Landeswohlfahrtsverband hat die bhw aufgefordert, Fehltage ab 2. Juni wieder im Sinne der Regelung nach § 18 Rahmenvertrag zu bewerten. Mitarbeitern*innen, die nicht zur Arbeit kommen, werden die Fehltage jetzt wieder angerechnet.

Risikogruppe

Mitarbeiter*innen, die Risikopatienten sind, benötigen ein aussagekräftiges ärztliches Attest. Das Attest sollte ganz konkrete und mindestens folgende Informationen enthalten:

  • Art des Risikos: Bezug zur Diagnose / Grunderkrankung
  • Genaue Zeitangabe

Fehlen diese Angaben oder sind sie unbestimmt (steht beispielsweise die zeitliche Angabe „bis auf Weiteres“ auf dem Attest), kann das für die Mitarbeiter*innen weitreichende Folgen haben:

  • Sie dürfen auf Dauer nicht zur Arbeit gehen, auch wenn sie gern arbeiten wollen.
  • Die Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr kann gekündigt werden. Die Mitarbeiter*innen wären dadurch auch im Privatleben eingeschränkt.
  • Unter Umständen kann der Werkstattlohn nicht mehr gezahlt werden.
  • Der Werkstattplatz kann verloren werden, wenn der Kostenträger bei längerer Abwesenheit der Mitarbeiter*innen die Tagessätze nicht mehr zahlt.

Besser als ein Attest, das eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit bescheinigt, ist eine zeitlich befristete Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die regelmäßig überprüft wird. Ist das genaue Risiko angegeben, möglichweise mit Hinweisen, wie die Mitarbeiter*innen und die bhw damit umgehen können, kann das Risiko ggf. für die Mitarbeiter*innen minimiert werden, sodass die Wiederaufnahme der Arbeit doch möglich ist.

Tagesförderstätten

Das Betretungsverbot der Tagesförderstätten wurde für alle Klienten aufgehoben, die

  • zu Hause oder in den besonderen Wohnformen leben
  • keine Risikopatienten sind
  • keinen Kontakt zu Infizierten hatten oder selbst Symptome zeigen
  • in der Lage sind, die Hygienevorschriften einzuhalten

Die bhw organisiert die Rückkehr der Klienten. Die Teilhabemanager werden die Klienten persönlich anrufen und erklären wie die Rückkehr in die Tafös umgesetzt wird.

Für die Tafös und die Fahrdienste wurden Schutzkonzepte mit besonderen Hygienemaßnahmen erarbeitet, um die Gesundheit der Klienten besonders zu schützen.

Risikogruppe

Klienten, die Risikopatienten sind, benötigen ein aussagekräftiges ärztliches Attest. Das Attest sollte ganz konkrete und mindestens folgende Informationen enthalten:

  • Art des Risikos: Bezug zur Diagnose / Grunderkrankung
  • Genaue Zeitangabe

Fehlen diese Angaben oder sind sie unbestimmt (steht beispielsweise die zeitliche Angabe „bis auf Weiteres“ auf dem Attest), kann das für die Klienten weitreichende Folgen haben. Sie können unter Umständen ihren Platz in einer Tafö verlieren, wenn der Kostenträger die Finanzierung nicht mehr übernimmt.

Besser als ein Attest, das eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit bescheinigt, ist eine zeitlich befristete Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die regelmäßig überprüft wird. Ist das genaue Risiko angegeben, möglichweise mit Hinweisen, wie die Klienten und die bhw damit umgehen können, kann das Risiko ggf. für die Klienten minimiert werden, sodass ein Aufenthalt in der Tafö doch möglich ist.

Besondere Wohnformen

In den Wohnformen der bhw wieder Besuche zugelassen. Bitte beachten Sie, dass jeder Besuch nur unter strengen Hygienemaßnahmen nach einem mit dem Gesundheitsamt und der Bereuungs- und Pflegeaufsicht abgestimmten Schutzkonzept erfolgen kann.

Sollten persönliche Besuche in Betracht gezogen werden, gelten folgende Regelungen:

  • Jeder Klient darf täglich eine Person als Besuch empfangen.
  • Bitte vereinbaren Sie einen Besuchstermin. So können wir den Besuch vorbereiten und, falls erwünscht, begleiten.
  • Alle Besucher müssen einen Besuchererfassungsbogen ausfüllen.
  • Die Hygieneregeln müssen eingehalten werden. Besuchern werden die Regeln beim ersten Besuch erklärt.
  • Sie müssen bitte einen geeigneten Nasen-Mundschutz tragen (selbstgenähte Maske oder einen medizinischen Einmalmundschutz) und mindestens 1,5 m Abstand halten.
  • Auf Berührungen und Umarmungen sollten Sie, wenn möglich, verzichten. Ist das nicht möglich, müssen Sie vorher Ihre Hände desinfizieren und Einmalhandschuhe anziehen. Desinfektion und Handschuhe stellen wir Ihnen zur Verfügung.
  • Für Klienten, denen es möglich ist, gewährleisten wir einen Besuch außerhalb des Gebäudes. Hier ist das Ansteckungsrisiko am geringsten. Sie können sich entweder in einem festgelegten Bereich aufhalten oder spazieren gehen.
  • Klienten, denen ein Besuch außerhalb des Gebäudes nicht möglich ist, können Fensterbesuche erhalten.
  • Ist ein Besuch nur in der besonderen Wohnform möglich, müssen Besucher zusätzlich Einmal-Handschuhe tragen, die von der bhw gestellt werden. Die Besuche können nur im Zimmer des Bewohners stattfinden, das anschließend gereinigt und desinfiziert wird. Da das Ansteckungsrisiko hierbei am größten ist, sollen diese Besuche weitestgehend vermieden werden.

Wir bitten um Verständnis für diese strengen Regelungen. Sie dienen dem Schutz aller Klienten und Angestellten.

Fehlzeiten-Regelungen

Klienten, die aufgrund Corona von ihren Angehörigen aus den besonderen Wohnformen der bhw nach Hause geholt wurden, galten bisher als entschuldigt fehlend. Jetzt hat der LWV die bhw aufgefordert, auch Corona-bedingte Fehlzeiten wieder voll anzurechnen. Diese Regelung gilt ab 15. Juni 2020. Bei mehr als 60 Fehltagen kann es dazukommen, dass der LWV die Kosten für die Fachleistungen nicht mehr übernimmt.

Ausgenommen von dieser Regelung sind Klienten, die

  • bei einer Infektion mit SARSCoV2 dem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ausgesetzt sind
  • nicht in der Lage sind, die notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten
  • in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu infizierten Personen hatten.

Trifft auf einen Klienten eine der Ausnahmen zu, teilen Sie das bitte telefonisch der zuständigen Wohnheimleitung mit. Wir dokumentieren die Ausnahme gegenüber dem LWV. Beim Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs im Falle einer Infektion benötigen wir ein ärztliches Attest, das das Risiko bestätigt.

Rückkehr in die besonderen Wohnformen

Die Klienten können die besondere Wohnform jederzeit verlassen und auch von Angehörigen abgeholt werden. Bitte stimmen Sie das Abholen vorab mit der Einrichtung ab, damit wir jederzeit wissen, welche Klienten vor Ort sind und welche nicht.

Bevor ein Klient in die besondere Wohnform zurückkehrt, bitten wir die Eltern und Angehörigen oder rechtlichen Betreuer sich telefonisch mit der zuständigen Leitung Wohnen in Verbindung zu setzen, um die Voraussetzungen und die Vorgehensweise zu besprechen.

Die Klienten sollen bei der Rückkehr möglichst einen negativen Covid-19-Test vorlegen. Es kann auch sein, dass der Klient in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt in Quarantäne gehen muss.  Auch diese Maßnahmen für die Rückkehr in die Wohnformen dienen dem Schutz der Klienten und Beschäftigten.

Kita Sonnenschein

Die Kita Sonnenschein ist seit 6. Juli gemäß der Regelung der hessischen Landesregierung wieder regulär geöffnet.

Um die Gesundheit der Kinder und Beschäftigten in der Kita zu schützen und das Ansteckungsrisiko zu verringern, wurde ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet. Doch liegt es in der Verantwortung der Eltern, wenn sie ihr Kind in die Kita geben. Bitte klären Sie insbesondere bei bestehenden Vorerkrankungen Ihres Kindes die mit dem Besuch der Kita verbundenen Risiken ärztlich ab.

Unsere Schließungszeit vom 13.7. bis 24.7. bleibt bestehen.

Das Corona-Virus

Ein Erklär-Film in einfacher Sprache zeigt:

  • Was ist das Corona-Virus?
  • Warum gibt es viele Regeln?
  • Was sind die Regeln?